A  S  I  A  N   (SH)

Quellenangabe:

"Die große Enzyklopädie der Katzen"

von Alan Edwards



"Katzen" °Verhalten-Pflege-Haltung-Rassen

von Claire Bessant



"Die Katze - Zucht und Pflege°

Details zu allen bekannten Rassen

von Candida Frith Macdonald

 

"Katzen der Welt"

von Angela Rixon



"Katzenrassen"

von David Alderton

 

Die Asian ist mittelgroß, besitzt eine außergewöhnlich feste und harte Muskulatur und vermittelt einen fremdländischen Eindruck.
Die Asian ist vom Typ wie die Burma, jedoch das Fell hat eine andere Farbe.

Der Kopf hat die Form eines abgerundeten Keiles, im Profil gesehen ist er relativ kurz, von vorne gesehen, bemerkt man sofort die hohen und sehr ausgeprägten Backenknochen. Die Schnauze ist sehr gut erkennbar, der Kiefer ist breit. Die Nase ist nicht allzu lang und besitzt eine deutliche Einbuchtung zwischen den beiden Augen. Insgesamt ist der Kopf nicht so kurz wie bei der Burma, und das Profil ist nicht so stark eingebuchtet.
Die Ohren sind mittelgroß und sitzen am äußeren Rand des sehr schön gerundeten Schädels.
Die Augen geben der Katze einen fremdartigen Ausdruck.

Der Körper ist mittel, sehr kompakt und ziemlich schwer. Die Muskulatur ist ausgeprägt und hart. Die Brust ist breit, sodass man den Eindruck gewinnt, die Katze steht auf leicht gebogenen "O-Beinen". Die Beine selbst sind gerade, mittellang und elegant mit kleinen ovalen Pfoten.
Der Schwanz verjüngt sich fast nicht und endet in einer runden Spitze.

Das Fell ist kurz, liegt am Körper an, fühlt sich so glatt wie Satin an. Die einzelnen Haare sind dünn und fein, und die Katze besitzt fast keine Unterwolle.



URSPRUNG


Die Rasse der Asian entstand 1981 aus einer ungewollten Rassenkreuzung zwischen dem chinchilla Perserkater, Jemari Sanquist, und der lilac European Burmakatze, Bambino Lilac Faberge. In dem Wurf fielen 4 schwarz silber shaded Jungtiere, welche einen relativ guten Burmatyp aufwiesen.
Die Züchterin, Miranda von Kirchberg (Astahazy cattery) begriff sofort, dass diese Jungtiere die Basis für eine neue Rassegruppe sein konnten. Diese neue Rasse wurde Burmilla genannt. Aus diesem ersten Wurf wurde die Kätzin Astahazy Galatea die foundation-Katze dieser neuen Rasse, denn Miranda von Kirchberg starte ein gezieltes experimentelles Zuchtprogramm.
Durch dieses Zuchtprogramm wurde schnell klar, dass es verschiedene Farb- und Mustervarianten in dieser neuen Rassegruppe gab. Mit Hilfe erfahrener Burmazüchter entstand so die Asian-Gruppe, denn man entschied sich, alle fünf Farbvarianten weiterzuentwickeln.

1989 wurde die Asian Group Cat Society (ehemals The Bumilla-Asian Association) Mitglied des GCCF.

.Asian Self erhielten den Championship-Status im Oktober 1999.

 Temperament

Die Katze ist verspielt, ein Energiebündel, wie ein Akrobat und extrem intelligent. Die Asian ist die extrovertierte Katze in der Katzenwelt. Asian werden niemals erwachsen! Sie spielen für ihr Leben lang gern. Sie lieben die Menschen und passen sich den Bedürfnissen ihrer Besitzer sehr gut an. Sie sitzen gerne am Schoß, um mit Ihnen fernzusehen, sie müssen sich unbedingt neben ihrem Kopf auf dem Kopfkissen niederlassen, auch wenn sie bereits schlafen wollen, und bestehen darauf, unter ihre Bettdecke zu schlüpfen. Wenn Sie einmal mit der Asian vertraut sind, werden Sie ihr Leben lang eine Vorliebe für diese Rasse haben.

 Pflege

Das Fell der Asian ist glatt und seidig, und braucht eher wenig Pflege. Einmal wöchentlich bürsten sollte ausreichen, damit ihr Fell schön glänzend bleibt.


Quellenangabe:

Text

www.eurocatfancy.de

   

Während man in Europa und inzwischen auch in Amerika an der Weiterentwicklung der Burmilla arbeitet, führt ihre mindestens ebenbürtige "Schwester" - die Asian Shorthair - die eigentlich den weitaus größeren Teil der sogenannten "Asian-Group" des GCCF ausmacht, ein Schattendasein und wird nur in Großbritannien gezüchet und respektiert.

In manchen Verbänden oder Vereinen wird sie nicht einmal erwähnt, so als gäbe es sie gar nicht.

Dabei gibt es außer ihr KEINE andere Rassengruppe, bei der dieselbe Vielfalt an Farbe, Muster und Schattierung möglich ist.

Imgrundegenommen ist die Asian Shorthair eigentlich eine Burmese in "anderen" Kleidern...

Das Einzige, was sie von diesen unterscheidet, ist das (im Erbgut und nur möglicherweise getragene) Langhaargen, das vom Chinchillaperser-Urahn stammt.

Im täglichen Verhalten ähneln Asians den Burmesen in Punkto Anhänglichkeit und Freude an menschlicher Nähe und Aktivität sehr...

Ihr Gruppenverhalten gegenüber Artgenossen sind sie etwas zurückhaltender, da diese Rasse keinen unbedingten Dominanzanspruch stellt.

Copyright Eveline Nemec

 

 

 

T O N K A N E S E N

In thailändischen Manuskripten aus dem 13. und 14.Jahrhundert findet man Bilder und Berichte über Tonkanesen, zusammen mit Abbildungen von Siamesen, Burmesen und der Koratkatze.
Die bekanntgewordene Zuchtgeschichte der Tonkanesen beginnt in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts als der amerikanische Schiffsarzt Dr. Joseph Thompson von einer seiner Reisen eine kleine braune Katze mitbrachte. Diese wurde später unter dem Namen WONG MAU als die Stammmutter aller Burmakatzen berühmt. - Wong Mau aber war eine TONKANESE.
Leider beschäftigte Dr. Thompson sich nur mit der Reinzucht des Burmaerbteiles von Wong Mau. Wong Mau`s Tonkanesenkinder gerieten dadurch völlig außerhalb jeglicher Beachtung der damaligen Züchterschaft. Später nahmen kanadische und amerikanische Züchter sich ihrer an, der Name TONKANESE wurde geboren und zur Erinnerung an die enge Verwandschaft mit Siam und Burma nach dem Golf von TONKING benannt.
Die Anerkennung durch die verschiedenen Zuchtverbände erfolgte zögernd: USA, Canada, später auch GB. Hier in Kontinentaleuropa erkennen der WCF, die meisten freien Verbände und die amerikanischen Verbände CFA TICA AFCA die Tonkanesen an. Die FIFe, der in Europa bekannteste Dachverband versagt den Tonkanesen leider bisher die Anerkennung. Grund hierfür ist, dass Tonkanesen einem komplizierten Erbgang folgen, der verhindert, daß sie selbst nach mehreren Generationen "rein" gezüchtet werden können. Es fallen in Verpaarungen reiner Tonkanesen immer wieder Jungtiere, welche in der Ausprägung ihrer Points und der Farbintensität des Felles, wie Burma- bzw. Siamkatzen aussehen, was für große Dachverbände wie CFA, TICA, GCCF usw. aber anscheinend kein Problem für die Anerkennung darstellt.
Der amerikanische Typ der Tonkanese ist schwerer und rundlicher, ausgehend vom US-Typ der Burmakatze. Der englische Tonkanesentyp ist schlanker und mit stärkerer Anlehnung an den Siamtyp erlaubt. Nicht alle Verbände erkennen alle Farben, bzw. Varietäten an.
Aussehen und Charakter
Der Tonkanese ist eine elegante, geschmeidige Katze mit kurzem Seidenfell, die im Typ exakt zwischen Siam und Burma steht. Die Gesamterscheinung ist die vollkommene Verkörperung von Harmonie und Eleganz, ohne Extrem, ohne übertriebene Betonung bestimmter Merkmale. Neben den so genannten Grundfarben natural, blue, chocolate und lilac erlaubt der Standard mancher Dachverbände auch die Zucht von Tabbys, Torties (Schildpatt), Rot und Creme.
Charakter
In der Tonkanese vereinen sich die guten Eigenschaften der Ursprungsrassen, der Siam und der Burmese: Sie ist verspielt, menschenbezogen, unerschrocken, neugierig, aufgeschlossen gegenüber anderen Tieren, freundlich zu Kindern und immer für einen Schabernack zu haben.
Obwohl ihre Stimme meist leiser und feiner ist als die der Siamesen, weiß sie sie gekonnt einzusetzen, um ihre Wünsche kundzutun. Sie genießt es, in der Nähe ihres Menschen zu sein und das Geschehen im Haushalt von einem erhöhten Beobachtungsposten aus zu beobachten, vorzugsweise der Schulter des Menschen.
Wenn sie einen gelehrigen Menschen hat, bringt sie ihm auch bei, ihr Lieblingsspielzeug zu werfen, so dass sie es immer wieder zurückbringen kann. Tonkanesen sind sehr anhängliche, aber gleichzeitig auch eigene Katzen, die es verstehen, ihren Menschen um die Samtpfote zu wickeln. Tonkanesen sind sehr gesellige Katzen und sollten daher möglichst nie alleine gehalten werden, sondern mindestens zu zweit. Die andere Katze muss nicht zwingend eine Tonkanese sein, doch sollte darauf geachtet werden, dass sie vom Charakter her ähnlich ist, d.h. aktiv, verspielt und gesellig.
Der Standard
Körper: Mittellang bis lang gestreckt, gut ausgewogen, kräftig und muskulös. Brust leicht gerundet, Flanken tief, Hinterteil von den Schultern zum Rumpf leicht ansteigend. Kopf, Körper, Beine, Pfoten und Schwanz sollten im Verhältnis zueinander passe, um einen ausgewogenen Eindruck zu machen.
Beine: Schlank und muskulös, Hinterbeine etwas länger als Vorderbeine.
Schwanz: Sich verjüngend zum Ende, mittellang, weder dick noch peitschenförmig.
Kopf: Oberseite sollte leicht gerundet sein, mit guter Breite zwischen den Ohren, leicht keilförmig, mit einer Schnauze, die weder spitz noch lang ist und deutlichen, aber nicht überbetonten Schnurrbartkissen. Im Profil gesehen sollte ein leichter "Break" zu sehen sein, abwärts führend zum mittelstarken Kinn.
Ohren: Mittelgroß, etwas höher als breit, vorwärts geneigt, mit breitem Ansatz und abgerundeten Spitzen. Gleichmäßig zwischen Seiten und Kopfoberteil platziert, die äußeren Kanten verlängern die Keilform.
Augen: Groß und eindrucksvoll, mehr mandelförmig als rund und gut auseinander gesetzt. Die obere Augenlinie ist leicht nasenwärts geneigt, die untere abgerundet. Jede Schattierung von grünlich-blau oder bläulich-grün ist bei Minktieren erlaubt. Die Augenfarbe bei allen Tonkanesen kann in der Intensität variieren, abhängig vom Lichteinfluss und der Stimmung der Katze.
Fell: Dicht anliegend und kurz. Fein, weich, seidig und glänzend.


Färbung der Tonkanesen
Das Fellmuster ist einzigartig, weder pointfarben noch einfarbig. Es unterscheidet sich von Non-agouti oder Point-Farbvarianten.
Ohren, Maske, Beine, Pfoten und Schwanz sollten dunkler getönt sein, in hellere Körperfarben übergehend. Es ist wichtig, dass der Unterschied zwischen Points und Körperfarbe nicht deutlich sichtbar ist. Beine und Pfoten dürfen blasser als die anderen Points sein, müssen aber im Farbton dazu passen.
Die Körperfarbe sollte zur unteren Körperhälfte hin stufenweise heller werden. Der Körper sollte bei ausgewachsenen non-agouti Tieren ohne Tabby-Zeichnung sein; die Farbe wird am Haaransatz heller. Bei Jungtieren kann sich die Fellfarbe langsam entwickeln und leichte Geisterzeichnung zeigen, die nicht als Fehler betrachtet werden sollten.
Der Körper sollte in einem helleren Farbton als die Points und ohne Tabby-Zeichnung sein. Die Pfotenballen können heller als der Nasenspiegel gefärbt sein und rosig durchscheinen. Bei roten oder cremefarbenen Erwachsenen kann eine leichte Geisterzeichnung vorhanden sein, sollte aber bei einer typvollen Katze nicht in Betracht gezogen werden.
Alle Farben, wie sie bei den Ursprungsrassen vorkommen, sind erlaubt. Die drei Farbvarianten unterscheiden sich hauptsächlich durch den Kontrast zwischen Point- und Körperfarbe sowie Augenfarbe und erhalten aufgrund dessen den entsprechenden Zusatz zu der jeweiligen Farbe.
Mink: Leichter Kontrast, Körperfarbe etwas heller als die Farbe der Points Augenfarbe: blaugrün bis grünblau
Sepia: Kaum Kontrast zwischen Körper- und Pointfarbe. Augenfarbe: alle gelblichgrünen Töne
Point: Starker Kontrast zwischen Körper- und Pointfarbe. Augenfarbe: alle Blautöne
Das Zusammenleben mit Tonkanesen ist nur für Menschen zu empfehlen, die gerne kuscheln, gerne mit Katzengesellschaft arbeiten, baden, aufs Klo gehen evtl. auch im gleichen Bett schlafen möchten. Tonkanesen wollen so gut wie alles gemeinsam mit ihren Menschen machen.
Man könnte sie "das Hündchen unter den Rassekatzen" nennen. Leider lernen sie nicht folgen, wie Hündchen das zu tun pflegen und bleiben, bei aller Liebe zu ihren Menschen sehr selbständige ausgeprägte Persönlichkeiten mit starkem Charisma.
Untereinander sind fast alle Tiere mit wenigen Ausnahmen friedlich und sozial. Auch mit Hunden kommen sie gut aus, weil sie wie der Hund gerne "viele" sind und lernen den Hund als ihresgleichen anzusehen. Tonkanesen sollte man immer nur mindestens zu zweit halten, es sei denn man ist rund um die Uhr daheim. Dann kann es aber für den Menschen anstrengend werden, denn er wird dann zum Eigentum seiner Tonkanesenkatze und zum Alleinunterhalter. ;)


© Eveline Nemec 2005 

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